Vita Communis | Leben
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Wir versuchen in unserer Hausgemeinschaft unser Leben ganz nach Gott auszurichten. Um Gottes Stimme zu vernehmen, müssen wir aber Hörende werden. Unser Leben und unsere Berufung beruht auf folgenden Säulen:

Gebet

„Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, von ihm kommt mir Hilfe. Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg, darum werde ich nicht wanken.“ Psalm 62,1-3

 

Bete, wie Jesus gebetet hat. Wenn du wissen möchtest, wie und warum, wo und wann du beten sollst, richte deinen Blick auf Jesus und versuche unablässig, es ihm gleichzutun.
Wir richten uns ganz nach Gott aus und sind offen für sein Wirken. Das Gebet ist Dreh- und Angelpunkt unserer christlichen Existenz, darum versammeln wir uns dreimal täglich zum gemeinsamen Gebet um für die Menschen und mit den Menschen zu beten und so Gott zu begegnen, der uns ruft.

Arbeit

„In tiefer Verbundenheit mit der Arbeit Jesu, des Zimmermanns, des göttlichen Arbeiters, lass der Arbeit ihren ganz eigenen Wert zukommen.“ Basilius von Cäsarea

 

Der Mensch arbeitet. Begegne deinem Gott in deiner Arbeit. Arbeite für den Unterhalt der Gemeinschaft. Arbeite so viel, wie nötig, aber nicht mehr als notwendig, denn die eigentliche Arbeit dient nicht zuerst etwas Vergänglichem, sondern dem, was ewig bleiben wird. Erfülle deine Arbeit mit deinem Gebet und öffne dein Gebet für die Arbeit.
Jeder in unserer Gemeinschaft geht einer Arbeit nach, ist Lohnempfänger und trägt so zum Lebensunterhalt der Vita Communis bei. Die Frucht unsere Arbeit soll zur Gabe für die Gemeinschaft und für die Notleidenden werden. Als Gütergemeinschaft teilen wir, was wir verdienen und besitzen. Jeder bekommt, was er braucht. Wir leben grundsätzlich in Miete und besitzen keine Immobilien.

Gemeinschaft

„Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält.“ Eph 4,2-3

 

Als Getaufte sind wir in die Gemeinschaft mit Gott gerufen. Das gemeinschaftliche Leben ist ein Widerschein dieser Beziehung zu Gott. Im täglichen Miteinander erfährt man Möglichkeiten und Grenzen, lernt man sich und den anderen kennen, übt man sich im Lieben und Vergeben.
Uns ist es wichtig, gut im Gespräch zu sein. Im wöchentlichen Kapitel nehmen wir uns Zeit, das Vergangene, die Gegenwart und das Kommende zu besprechen. Wir sind der Überzeugung, dass Gott uns auf diesen gemeinsamen Weg gerufen hat. Wir sind offen für Menschen, die diesen Ruf hören wie wir und sich uns anschliessen möchten.

Stille

„Die Stille befreit dich von aller falschen Erkenntnis und öffnet dich zutiefst deinem Gott.“ Isaak von Ninive

 

Lass dich auf das Geheimnis der Stille ein. Lerne hinzuhören, dich auf die Tiefe einzulassen und über dich selbst hinauszugehen, denn das ist lebensnotwendig für dich. Bitte in deinem Gebet um das wahre Geschenk der Stille.
In einer Zeit, in der die Menschen bestimmt sind durch Termine und mediale Vernetzung, ist es unentbehrlich, Orte der Stille und des Schweigens zu pflegen. So halten wir jeden Tag eine Zeit der Ruhe und des Schweigens. In der eucharistischen Anbetung spricht Gott nochmals ganz anders zu uns.

Ehelosigkeit

„Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn; er will dem Herrn gefallen.“ 1 Kor 7,32

 

Lebe die Ehelosigkeit ohne innere Anspannung, aber auch ohne Nachlässigkeit. Lebe sie ohne Bedauern und ohne falsche Kompromisse.
Wir haben das zölibtäre Leben um des Himmelreiches Willen gewählt. Es mache uns bereit unser Herz ganz der Welt zu öffnen und uns verfügbar zu halten für die Sorgen und Nöte, aber auch für die Freude und Hoffnung der Menschen. Wenn Gott zur Ehelosigkeit beruft, dann wird er helfen, dass es lebbar ist und glücklich macht.

In der Kirche

„Ihr aber seid der Leib Christi und jeder einzelne ist ein Glied an ihm.“ 1 Kor 12,27

 

Sei offen und teile. Es ist deine Aufgabe zu empfangen und zu verschenken. Teile den Schatz des Himmelreiches, der verborgen in deinem Herzen liegt und mach dein Zelt weit für alle, die mit dir sind.
Durch dein Beten und deine Liebe mache dich innerlich weit für Gott. Weil du nichts hast, was du nicht empfangen hättest, behalte nichts für dich, was du nicht zu teilen bereit wärst. Empfange auch Gott, um ihn zu teilen.
Unser Anliegen ist es, die Freuden und Sorgen der Menschen im Gebet und in der Liturgie vor Gott hinzutragen. Wir möchten mit den Menschen neue Gefässe schaffen, um gemeinsam Gott zu suchen und erfahren zu dürfen. Mit unserer Lebensform wollen wir in der Pfarrei Zeugnis geben für ein christliches, geschwisterliches Miteinander.